
Wintergarten als Anbau
Wintergarten als Anbau: Fundament, Anschluss, Genehmigung
Ein Wintergarten ist ein Anbau. Er braucht ein frostsicheres Fundament, einen Wandanschluss, der Jahrzehnte dicht bleibt, und in Bayern meist eine Baugenehmigung. Wie wir das angehen, steht hier, auch für den Anbau über zwei Geschosse.
Unterbau
Das Fundament: frostsicher, mindestens 80 Zentimeter tief
Einen gedämmten Wintergarten stellt man nicht auf unbefestigten Grund. Üblich sind frostsicher gegründete Streifenfundamente, mindestens 80 Zentimeter tief, und darauf eine etwa 15 Zentimeter starke, doppelt bewehrte Bodenplatte. Liegt der Fußboden des Wintergartens weit über dem Erdreich, geht es auch anders: Die Bodenplatte entsteht komplett in gut gedämmter Holzbauweise und wird über Stahlstützen auf Punktfundamente abgelastet.
Eine vorhandene Terrasse ersetzt das Fundament nicht von selbst. Wir prüfen vor Ort, ob das vorhandene Fundament der Terrasse frostsicher gegründet ist. Erst dann steht fest, ob es bleiben kann.
Die verbindlichen Fundamentpläne kommen von uns, so früh, dass das Fundament entsteht, während das Tragwerk in Baiersdorf gefertigt wird. Auf Wunsch zeichnen wir auch die angrenzenden Mauern bemaßt und halten den Kontakt zur Rohbaufirma; die Planungsverantwortung für die Anschlussstellen liegt dann bei uns.


Wandanschluss
Der Anschluss ans Haus
Der Wandanschluss ist die Stelle, an der ein Anbau dicht bleiben muss. Deshalb messen wir zuerst: Laserlängenmessung sowie digitale Höhen- und Winkelvermessung. Die Bauanschlüsse prüfen wir im 3D-CAD, bevor gefertigt wird. Ein Bauingenieur rechnet das Tragwerk mit der örtlichen Schnee- und Windlast; den Nachweis bekommen Sie auf Wunsch ausgehändigt.
Die Anschlusshöhe am Haus bestimmt die Dachform. Sitzt der Anbau an der Giebelseite, bekommt er ein Satteldach in der Neigung des Hauses, wie in Lauf an der Pegnitz und Kunreuth. Ist die Anschlusshöhe niedrig, hilft das steigende Pultdach: Das Dach steigt vom Haus weg an, die Front wird hoch. In Möhrendorf überragt das Dach die Trauflinie des Hauses, damit oben volle Stehhöhe bleibt.
Soll der Wintergarten Teil des Wohnraums werden, entfernen wir die Fensterelemente zwischen Wohnzimmer und Anbau oder vergrößern die Öffnung in der Außenwand. Warum wir zu dieser integrierten Bauweise raten, steht auf der Seite Wohnwintergarten. Rahmenverbindung und Dachaufbau zeigt die Seite Technik.
Genehmigung
Die Baugenehmigung in Bayern
Ein Wintergarten ist in Bayern ein Anbau und damit in der Regel genehmigungspflichtig; verfahrensfrei sind nur kleine Vorhaben wie eine Terrassenüberdachung bis 30 Quadratmeter Fläche und 3 Meter Tiefe. Abstandsflächen zum Nachbarn gelten immer.
Bauvorlagen von uns
Wir erstellen Zeichnungen, Statik und Bauvorlagen und unterzeichnen den Bauantrag als ausführendes Unternehmen. Dafür ergänzen wir die bestehenden Pläne Ihres Hauses maßstabsgerecht um die Ansichten des Anbaus.
Zuständig ist Stadt oder Landratsamt
Je nach Ort entscheidet die Bauaufsicht der Stadt oder das Landratsamt. Die Zeit für die Genehmigung kommt zum Bauablauf dazu, sie hängt von Ihrer Gemeinde ab.
Ein oder zwei Geschosse
Anbau über zwei Geschosse: Loggia, Galerie oder Dachterrasse
Ein Anbau über zwei Etagen muss unten Wohnraum sein und oben nicht drücken. Wände, Zwischendecken und Flachdächer kommen aus unserer Fertigung, deshalb geht es auch mit Dachterrasse, Loggia oder Galerie.

Möhrendorf
Aus dem schwer nutzbaren Balkon wurde eine helle Loggia, unten Wohnraum mit Esstisch. Das Dach sitzt über der Trauflinie des Hauses, damit oben volle Stehhöhe bleibt.

Leutenbach
Pultdach über zwei Etagen. Unten ein neuer Raum zum Garten, oben aus dem Balkon eine Loggia für jedes Wetter.

Bubenreuth
Unten Wohnraum mit Flügel, oben eine Galerie mit Geländer, dazwischen eine Wendeltreppe. Das Pultdach aus Glas setzt unter dem Hausdach an.

Fürth
Drei Geschosse an der Giebelseite, vom Souterrain bis in die Dachspitze. Jede Ebene gewinnt an Tiefe, zwei Galerien ragen in den Glasraum.
Bauweise
Anbau aus Glas oder Massivanbau
Beides ergibt einen Raum. Die Unterschiede liegen in Bauzeit, Innenmaßen und Licht. Was Ihr Anbau kostet, hängt von Größe, Fundament und Ausstattung ab und steht nach dem ersten Termin im Angebot, mit Zeichnung und verbindlichen Preisen.
Bauzeit
Ein Massivanbau entsteht auf der Baustelle. Unser Anbau entsteht in der Werkstatt, während draußen das Fundament gegossen wird; der Glasbau steht dann in drei bis vier Tagen. Gedämmte Wände, Zwischendecke oder Dachterrasse brauchen Zeit für die weiteren Gewerke.
Vorfertigung
Tragwerk, Verglasung, Hebeschiebetüren, Wandpaneele und Flachdach kommen aus einer Fertigung. Das Tragwerk wird in der Werkstatt komplett zusammengebaut, dann erst beschichtet und verglast. Vor Ort wird montiert, nicht angepasst.
Innenmaße
Bei gleichen Dämmwerten und gleichen Außenmaßen gewinnt die Fertigbauweise etwa 40 Zentimeter Innenbreite und 20 Zentimeter Innenhöhe, weil Tragwerk und Dämmung weniger Platz brauchen als eine gemauerte Wand. Die 9 Zentimeter starke Hülle ist unter Technik erklärt.
Licht und Gewicht
Bodentiefe Glaselemente bringen Licht vom Boden bis zur Decke, das Glasdach dazu von oben. Die Konstruktion aus Holz und Glas steht auch auf Punktfundamenten, in Neudrossenfeld sogar auf dem Dach einer Doppelgarage. Massivbauanteile lassen sich trotzdem einbinden, etwa eine blickdichte Wand als Sichtschutz und Stellfläche.
Zeitplan
Vom ersten Termin bis zur Montage
Der erste Termin bei Ihnen zu Hause ist kostenlos. Danach folgen Angebot, Auftrag, Bauantrag und Feinaufmaß.
Gefertigt wird in Baiersdorf, das Fundament entsteht währenddessen nach unseren Plänen.
1 Woche
nach dem ersten Termin liegt das Angebot vor, mit räumlicher Zeichnung und verbindlichen Preisen.
4 bis 5 Wochen
nach dem Feinaufmaß beginnt spätestens die Montage. Die Zeit für die Baugenehmigung kommt dazu.
3 bis 4 Tage
dauert die Montage des Glasbaus vor Ort normalerweise.
2,65 × 8,5 m
groß dürfen unverglaste Teilflächen sein, die in einem Stück auf die Baustelle kommen.
Referenzen
Weitere gebaute Anbauten
Weitere Objekte, filterbar nach Ort und Bauart, unter Referenzen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Wintergarten als Anbau
Kann der Wintergarten auf die vorhandene Terrasse gebaut werden?
Nur, wenn ihr Fundament frostsicher gegründet ist, also mindestens 80 Zentimeter tief. Wir prüfen das vor Ort. Wenn nicht, entsteht das Fundament nach unseren Plänen neu, während der Anbau in Baiersdorf gefertigt wird.
Brauche ich für den Anbau eine Baugenehmigung?
In Bayern in der Regel ja, ein Wintergarten ist ein Anbau nach der Bayerischen Bauordnung. Wir erstellen Zeichnungen, Statik und Bauvorlagen und unterzeichnen den Bauantrag als ausführendes Unternehmen.
Geht der Anbau auch über zwei Geschosse?
Ja. In Möhrendorf und Leutenbach wurde aus dem Balkon eine Loggia, in Bubenreuth eine Galerie, in Fürth geht die Glasfassade über drei Geschosse. Am Hang in Buckenhofen stehen zwei Wintergärten, unten eine Schwimmhalle, oben am Haus ein Wohnwintergarten. Auch eine Dachterrasse ist möglich, das Flachdach kommt aus unserer Fertigung.
Was ist, wenn die Anschlusshöhe am Haus niedrig ist?
Dann steigt das Pultdach vom Haus weg an, die Front wird hoch, und der Raum bekommt trotz niedrigem Anschluss seine Höhe. Eine zweite Möglichkeit: Wir bauen einen Balkon zwischen Haus und Wintergarten mit, seine Tragkonstruktion sitzt im Wintergarten. Das Haus bekommt einen Balkon, der Anbau seine Höhe.
Der nächste Schritt
Passt ein Wintergarten zu Ihrem Haus?
Das klären wir am Telefon oder beim Termin bei Ihnen. Beides kostet nichts. Eine Woche nach dem Termin haben Sie ein Angebot mit Zeichnung und verbindlichen Preisen.
Oder rufen Sie an: 09133 777222 (Mo-Do 8-16:30 Uhr, Fr bis 12 Uhr, Sa 10-13 Uhr)

